Spätburgunder oder Pinot Noir –
Der Aristokrat der Rotweine

Gilt die Rieslingrebe als Königin unter den Weißweinen, so hat sich der Spätgunder den Ruf als Aristokrat unter den Rotweinen verdient erarbeitet. Allerdings benimmt er sich auch oft wie die „Prinzessin auf der Erbse“. Sehr sensibel, individuell und schnell zu beleidigen, bevorzugt er beste und geschützte Lagen.

Man vermutet, dass seine Erbfolge fast 2000 Jahre zurückreicht. Erstmals gesichert erwähnt und nachgewiesen wurde er im 13. Jahrhundert in Frankreich. Der französische Begriff Pinot ist vermutlich auf die längliche Form seiner Trauben zurückzuführen, die an Kieferzapfen (pin) erinnern. Der deutsche Begriff Burgunder resultiert wohl eher aus seinem Anbau im Gebiet Burgund.

Lange Zeit gab es keinen Rotweinanbau an der Mosel. 1933  wurde er verboten, obwohl ursprünglich eine jahrhundertelange Tradition des Rotweinanbaus in diesem Weinbaugebiet nachgewiesen ist.

Wie dem auch sei, wir sind sehr glücklich, dass wir ihn bei uns an der Mosel anbauen dürfen und freuen uns über sein Comeback und seine weltweit steigende Wertschätzung.

Die Lese des Spätburgunders ist ebenfalls sehr aufwändig. Schließlich müssen wir uns jede Traube genauestens anssehen. Wie beim Riesling werden nur wirklich hervorragende und gesunde Trauben verarbeitet. Nach der Maische-Vergärung darf der Wein dann in Holz- und Barriquefässern reifen.

Ein fruchtiger, edler Pinot Noir belohnt uns für die vielen Mühen.

Aus der Spätburgunder-Traube wird allerdings nicht nur Rotwein hergestellt. Auch unser Rosé wird aus ihr gekeltert. In Frankreich ist die Traube eine der wichtigsten Verschnittpartner des Champagners.

Probieren sie unseren Spätburgunder auf unserem Weingut in Ürzig/ Mosel.

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